Das S6, das nicht lange gestohlen blieb
Wie das fortschrittlichste Anti-Theft System der Welt funktioniert und wie seine sechs Schutzebenen zusammenspielen, weißt du bereits. Diesmal zeigt ein echter Fall, was passiert, wenn sie tatsächlich zum Einsatz kommen.
Steffan, ein S6-Fahrer aus Amsterdam, wurde sein Bike vor einer Bar in Amsterdam-Oost gestohlen. Mit Ride Pro, mehreren gezielten Signalen und etwas detektivischem Gespür konnte er es wiederfinden. So lief die Suche ab.
Es war ein Dienstagabend in Amsterdam-Oost. Als Steffan eine Bar verließ, bemerkte er, dass sein S6 nicht mehr dort stand, wo er es abgestellt hatte. Zuerst suchte er die direkte Umgebung ab. Doch das Bike war weg.
Was er zu diesem Zeitpunkt noch nicht gesehen hatte: Auf seinem Smartphone waren bereits mehrere Warn- und Diebstahlbenachrichtigungen eingegangen.
Als Erstes markierte Steffan sein S6 in der App als vermisst. Dadurch wurde Theft Tracking aktiviert. Der Entsperrcode, das Kick Lock und die Motorunterstützung wurden deaktiviert. Gleichzeitig startete die Standortverfolgung. Bei Bedarf hätte er außerdem den Standortverlauf des Bikes einsehen können.
Dann begann die Suche.
Vier verschiedene Tracking-Technologien halfen dabei, den Standort auf einen Radius von etwa zehn Metern einzugrenzen. Das Signal führte Steffan zu einem Wohnhaus. Laut App musste sich das Bike ganz in der Nähe befinden. Zu sehen war es jedoch nicht. Also musste die Suche genauer werden.
Dann kam der entscheidende Hinweis.
Über Bluetooth konnte Steffan die Temperatur seines Bikes ablesen: 16 °C. Draußen war es deutlich kälter. Für ihn war damit klar, dass sich das S6 im Gebäude befinden musste. Er gelangte in den Fahrradbereich des Hauses und nutzte dort die Remote-Aktionen.
Zuerst ließ er die Lichter blinken. Ohne Ergebnis. Das Bike blieb außer Sicht. Dann aktivierte er den Ping-Ton. Anfangs war nur ein leises Geräusch zu hören. Nach mehreren Versuchen wurde es deutlicher. Steffan folgte dem Ton, bis er merkte, dass er aus einer Wohnung zur Straße kam.
Er stand draußen und hörte sein eigenes Bike auf der anderen Seite der Wand.
Der Ton führte ihn zum S6. Was folgte, war ein unerwartetes Gespräch. Die Person in der Wohnung hatte das Bike in gutem Glauben gekauft und wusste nicht, dass es gestohlen worden war. Nach einigen Nachrichten an den Freund, von dem er es gekauft hatte, war die Situation geklärt. Das S6 konnte zu Steffan zurück.
In einem solchen Fall empfehlen wir immer, den Diebstahl zusätzlich bei der Polizei anzuzeigen. Falls dir die eigene Suche zu riskant ist, solltest du sie den Profis überlassen.
Der Fall zeigt, warum wir beim Diebstahlschutz auf sechs Schutzebenen setzen.
Eine Ebene machte das Bike unbrauchbar. Eine weitere bestimmte seinen Standort. Bluetooth bestätigte, dass Steffan ganz in der Nähe war. Und der Ping-Ton verriet schließlich, wo sich das S6 genau befand.
So wird das S6 zu einem der am schwersten zu stehlenden und gleichzeitig am einfachsten wiederzufindenden Bikes. Auch die Zahlen sprechen dafür: VanMoof Bikes 10× seltener gestohlen werden als das durchschnittliche E-Bike in den Niederlanden.
Hier findest du noch einmal alle sechs Schutzebenen im Überblick.