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Rider Stories

Rider Stories: Spike - Perspectives on a city

Fashionista. Sartorialist. Man-about-town. Spike Spijker’s Herrenmode Label verspricht einen nachhaltig kreativen Ethos und gibt ungeliebten Materialien einen neuen Zweck und neue stolze Besitzer. Sein Fokus auf Nachhaltigkeit gilt auch für das Stadtleben - wo Amsterdams wechselnde Gesichter mit Vorsicht betrachtet werden und Radfahren eine Herausforderung für die städtische Umweltverschmutzung darstellt.

Obwohl es sich oft so anfühlt, als würden kreative Impulse in der Familie liegen, stammt Spike Spijker - heute Modedesigner - nicht aus einem besonders künstlerischen Umfeld. "Meine Eltern waren keine sehr kreativen Menschen", überlegt er. „Aber mein Vater war immer jemand, der Sachen machen wollte. Wenn etwas kaputt ging, reparierte er es gern - warf es nie weg. Das ist etwas, von dem ich glaube, dass ich aus meiner Kindheit mitgenommen habe: Es liegt in meiner Natur. "

Nachdem Spike ein Händchen dafür gefunden hatte, allen möglichen Gegenständen ein zweites Leben einzuhauchen, verbrachte er einen Großteil seiner Jugend damit, aus den ihm zur Verfügung stehenden Gegenständen, neue Spielzeuge herzustellen: „Wenn ich etwas wollte, nahm ich das, was ich bereits hatte, um etwas anderes daraus herzustellen,… ich war immer mit solchen Sachen beschäftigt. “ Durch diese frühen Experimente hat Spikes kreative Philosophie Wurzeln geschlagen - Potenzial in dem verworfenen zu finden, versteckte Möglichkeiten zu erkennen und Einschränkungen zu berücksichtigen, die mit der Wiederverwendung gebrauchter Materialien verbunden sind.

Einige Jahre später - als er an der Kunstschule studierte - half eine Zusammenarbeit mit seiner jetzigen Frau Mies, Spikes Wertschätzung für Textilien zu steigern. „Sie hat Modedesign studiert und ich habe mich anfangs mehr für Raumgestaltung interessiert“, erinnert er sich. "Auf der Suche nach den Stoffen, die sie in ihrer Kollektion verwenden wollte, half ich aber immer gerne." Das Paar erkannte schnell die beidseitige Leidenschaft für Materialien.

Heute verbindet Spike und Mies eine starke Partnerschaft. Die vor drei Jahren gegründete Herrenmodemarke JOUEZ LES ENFANTS ist Ausdruck eines gemeinsamen kreativen Ethos: Jede Kollektion umfasst verschiedene handgefertigte Stücke und Designs in limitierter Auflage, die größtenteils aus übrig gebliebenen Stoffen und Kleidungsstücken bestehen. Das Label bietet zeitgenössische Klassiker für „weniger gewöhnliche“ Kunden. Exklusiv in Amsterdam hergestellt bieten sie eine nachhaltige Antwort in einer Welt der schnellen Mode.

„Für mich war der Start im Jahr 2018 der Moment, in dem alles zusammen passte. Alle Ideen, die ich hatte, alle Muster, die wir im Laufe der Jahre gemacht haben, und alle meine Erfahrungen mit dem Styling für andere Marken kamen in dieser ersten Kollektion zusammen." Neben seinem Bewusstsein für verantwortungsvolle Produktionsmethoden schätzt Spike seine Berührungen mit Kunden und versucht, deren Erwartungen in Frage zu stellen. „Wenn man einen Kunden hat, der ein bestimmtes Design haben möchte, verbinde ich gern deren Erwartungshaltung mit meinen Design Prinzipien. Es ist eine Herausforderung… aber die entdeckten Möglichkeiten von Produkten und Materialien sind immer die schönsten Momente.“

"Manchmal ist es inspirierender ziellos durch die Stadt zu fahren, als immer nur dieselben Orte zu besuchen."

Vom Sohn Piet; der französischen Bulldogge, Kees; und Katze, Fred Perry angefeuert, gab es für Spike und Mies keinen besseren Ort ihr junges Unternehmen zu starten. In Spikes Worten: "Amsterdam ist eine stilvolle Stadt, aber ihre Bewohner sind auch für ihren lässigen Kleidungsstil bekannt." Von Pionieren für nachhaltige Stoffe zu zeitgenössischen niederländischen Designern bis hin zu Märkten, hört der Reichtum der Stadt nicht auf. Spike findet kreative Inspirationen im gesamten Spektrum. An Tagen, an denen es an Inspiration mangelt, gibt es kaum eine bessere Möglichkeit für Spike, als mit dem Fahrrad durch die Stadt zu cruisen.

„Manchmal ist es inspirierender ziellos durch die Stadt zu fahren, als immer nur dieselben Orte zu besuchen. "Es ist ein Klischee, aber es ist tatsächlich wahr. Man genießt in der Spontanität. Es geht darum, aus der Komfortzone herauszukommen. Es ist ein bisschen wie neue Leute kennenzulernen: Es kann beängstigend sein, aber es ist immer etwas Besonderes und es gibt Einblicke, die man vorher nicht hatte. Raus zu kommen und sich zu verlaufen ist eine art Luxus, den ich hoffentlich noch viele Jahre genießen kann. “

Aufgewachsen in einem kleinen Dorf in der Nähe von Alkmaar, gab es für Spike "immer nur eine Stadt". Und obwohl der Gedanke, zu weit von Amsterdam wegzuziehen, undenkbar bleibt, ist Spike gewohnt in den Peripherien der Stadt zu leben. Zurzeit lebt und arbeitet er in Duivendrecht, einem Viertel mit einfachem Zugang zum Stadtzentrum und den reichen kulturellen Angeboten des nahe gelegenen Bijlmermeer.

Wie viele Amsterdamer genießt Spike die Vorzüge einer Fahrrad gerechten Stadt, besonders im Hinblick auf andere Europäische Städte. Man kann auch sagen, dass seine Lieblingsreisen abenteuerlicher sind als die vieler anderer: Der Ronde Hoep - eine 18 km lange Route, die durch Schilf, Sümpfen, Wäldern und offenem Wasser führt - gilt als fester Favorit. „Ich fahre auch gern über IJburg und Zeeburgereiland zurück nach Amsterdam Noord“, erzählt Spike. "Der Blick von der Brücke über den IJ und die Stadt ist spektakulär."

Radfahren gilt für Spike als logische Konsequenz in Sachen Nachhaltigkeit. Im Alltag sieht er es aber als festen Bestandteil: „Es ist leicht zu sagen: Ja, ich mache es für die Umwelt. In Wirklichkeit fahre ich Rad aber aus reiner Gewohnheiten. Wir sind es schon seit unserer Jugend gewöhnt und die Stadt hat eine Menge Schätze, die mit dem Fahrrad sehr gut zu erkunden sind."

"Ich bin mir sicher, dass jeder die Möglichkeit hat, diese Kontraste bei Menschen zu sehen. Man braucht von allem etwas, um eine Stadt lebhaft zu machen."

Nachhaltigkeit ist eines von Spikes Hauptanliegen, für die Stadt wie als auch für zukünftige Generationen. "Ich sehe viele positive Entwicklungen im Bezug zur Umweltbelastung in unserer Stadt. Auf der anderen Seite kommen diese Veränderungen mit einem Preisschild. Viele können sich die damit einhergehenden Preissteigerungen, wie zum Beispiel Miete, einfach nicht leisten. Und eine Stadt nur für die Reichen wäre langweilig. “

Für Spike liegt die Antwort im Streben nach einer Balance und Vielfalt in allen ihren Formen: „Generell denke ich, dass alle guten Dinge aus Kontrasten entspringen. Das macht Sachen interessant! Ich bin mir sicher, dass jeder die Möglichkeit hat, diese Kontraste bei Menschen zu sehen. Man braucht von allem etwas, um eine Stadt lebhaft zu machen."

In der Serie Rider Stories untersuchen wir Perspektiven zum Leben und Arbeiten in Städten und darüber hinaus mit den Augen unserer Fahrer.

Worte von George H. King

GEORGE H. KING ist ein in Amsterdam ansässiger Schriftsteller und Herausgeber mit Schwerpunkt auf Kunst, Kultur und Gesellschaft. Als früherer Chefredakteur des Unseen Magazine hat er unter anderem im Yet Magazine, im Foam Magazine und im British Journal of Photography geschrieben.

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