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Rider Stories

Rider Stories: Shevelle – Perspectives on a city

Stell dir vor, du gehst nichtsahnend zu deiner Sportstunde und stellst dann fest, dass du gerade an einem Vortanzen für Chance to Dance teilnimmst, einem Förderprogramm der Royal Ballet Company. Für Profitänzer Shevelle aus Brixton war diese erstaunliche Szene tatsächlich sein Einstieg ins Tanzen. Heute setzt er sich dafür ein, dass es mehr People of Color in die traditionelle und von Weißen dominierte Welt des britischen Balletts schaffen.

Shevelle war erst sieben Jahre alt, als Chance to Dance sein Ballett-Talent entdeckte. Nach zwei erfolgreichen Vortanz-Terminen bot ihm das Programm eine zweijährige kostenlose Tanzausbildung an. "Bevor ich als Kind das Tanzen für mich entdeckte, habe ich mich für viele andere Dinge interessiert. Ich war Teil eines Wissenschaftsclubs. Ich habe Fußball gespielt. Ich habe ein bisschen von Allem gemacht", erzählt Shevelle. Doch es dauerte nicht lange, bis sich Shevelles Welt rein um das Tanzen drehte: "Es vermittelt ein Gefühl der Freiheit, das alle Tänzer:innen kennen, glaube ich. Es ist schwer zu erklären; es ist eine Synergie zwischen dem eigenen Körper und der Musik. Nichts kann das übertreffen."

"Es vermittelt ein Gefühl der Freiheit, das alle Tänzer:innen kennen, glaube ich. Es ist schwer zu erklären; es ist eine Synergie zwischen dem eigenen Körper und der Musik. Nichts kann das übertreffen."

Einerseits erhielt Shevelle die einmalige Chance auf seine professionelle Ausbildung. Andererseits ermöglichte ihm die Verbindung des Chance to Dance-Programms mit dem Royal Ballet Zugang zu Produktionen mit einigen der weltbesten Talente. "Ich habe schon sehr früh viele Produktionen der Royal Ballet Company gesehen. Ich habe es geliebt, Live-Shows zu sehen und dazu die Live-Musik zu hören. Dadurch habe ich mich noch mehr in das Tanzen verliebt."

Die Gegensätze zwischen Shevelles persönlicher Umgebung, den Landschaften in Brixton und seinem Leben als Balletttänzer in einer der angesehensten Tanzinstitutionen der Welt könnten nicht krasser sein: "Ich komme aus einer Gegend mit vielen indischen, afrikanischen und jamaikanischen Läden. Und auf einmal bin ich mitten im Richmond Park, umgeben von Rehen, Kaninchen, Farnkraut und Bäumen", beschreibt er. "Es war ein verrücktes Gefühl, aus der Brixton-Gegend, die lange mein Zuhause war, in ein altes Jagdschloss von Heinrich VIII. zu ziehen. Man hat das Gefühl sich niemals integrieren zu können. Fünf Jahre später zieht man wieder aus und stellt fest, dass man auch diesen Ort jetzt sein Zuhause nennt.”

Shevelle setzt sich stark für Repräsentanz und Vielfalt im Ballett ein, er empfindet es als seine Berufung. Die Zusammenarbeit mit Organisationen, die spezielle Förderprogramme, gerade im Tanzbereich anbieten, soll ein Zeichen setzen. Sie soll jungen Menschen aufzeigen, dass sie – unabhängig von Herkunft oder Hautfarbe – Chancen in Bereichen haben, aus denen sie in der Vergangenheit vielleicht ausgeschlossen wurden. "Die Jugendlichen brauchen jemanden, der so aussieht wie sie, um zu glauben, dass sie es schaffen können", erklärt Shevelle: "Ich hatte selbst kaum Vorbilder. Ich weiß, wie wichtig es ist, jemanden zu haben zu dem man aufschauen kann. Und vielleicht kann ich genau das sein. Also setze ich mich so viel wie möglich ein, um das mit so vielen Organisationen wie möglich zu realisieren."

Shevelle wuchs in einem Brixton auf, das sich deutlich von dem trendigen, gentrifizierten Stadtteil von heute unterscheidet. Er hofft, dass die britische Hauptstadt ihre Lebendigkeit und ihren Gemeinschaftssinn beibehalten kann, der Menschen aus unterschiedlichsten Schichten zusammenbringt: "Mein London besteht aus so vielen unterschiedlichen Gemeinschaften. Es ist aufregend und sprudelt nur so vor Kreativität und Möglichkeiten". Um seine Stadt zu erhalten, macht sich Shevelle auch die Bedeutung von Nachhaltigkeit bewusst: "Ich würde mir wünschen, dass London grüner wird. Ich glaube, je grüner es ist, desto besser geht es der Stadt – unabhängig davon, wie viele Menschen hier leben. Es muss allerdings noch deutlich mehr Bewusstsein dafür geschaffen werden", räumt Shevelle ein: "Ich glaube nicht, dass die Leute wirklich verstehen, wie sehr unser Planet weint."

In der Serie Rider Stories erkunden wir Perspektiven auf das Leben und die Arbeit in Städten, durch die Augen unserer Rider.

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