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Rider Stories

Rider Stories: Kareehm - Stadtperspektiven

Kareehm Richardson ist talentierter Künstler auf seinem zuverlässigen BMX und unerschrockener Raser auf seinem Stadtfahrrad, denn Fahrrad fahren bedeutet für ihn weitaus mehr als nur ein Transportmittel.

Seit er von der karibischen Insel St Maarten in die Niederlande gezogen ist, haben ihn seine Abenteuer quer durchs Land gezogen und ihm auf diesem Weg eine Community aus Gleichgesinnten gezeigt.

Sein Rat an die jüngere Generation? Folge deinen Träumen, ziele hoch hinaus, arbeite hart und zeig es deinen Skeptikern.

In rasantem Tempo schlängelt er sich durch den Verkehr von Autos, Fahrrädern und Fußgängern über unebenes Kopfsteinpflaster, weicht annähernden Hindernissen gekonnt aus während er nach engen Lücken Ausschau hält, durch die er sich auf seiner Route zwängen kann. Was wie eine Szene aus einem Action Film klingt, ist in Wirklichkeit Kareehm Richardson’s bevorzugter Weg in einer Stadt Fahrrad zu fahren - und das ohne besondere Ausrüstung. “Ich fahre gerne schnell!” gibt er zu.

Kareehm ist professioneller BMX Künstler, aber er streift auf seinem VanMoof durch die Stadt - mithilfe des turbo boost features noch weiter und schneller - auf der Suche nach den besten Orten für seine nächsten Tricks. “Immer wenn ich nach neuen Plätzen schaue, achte ich auf Bänke, Geländer, Vorsprüngen und Stufen die ich nutzen kann oder Viertel mit vielen Gebäuden und schmalen Gassen.” erklärt er. “Und wenn ich ein Video drehe sind die locations normalerweise recht großflächig.” Gekonnt seine atemberaubenden Stunts in Szene zu setzen, - sowohl die gelungenen als auch die knapp verpassten Versuche - ist heutzutage fester Bestandteil eines BMXers.

Seit dem Start der globalen Pandemie ist die Produktion von Content für seine Follower wichtiger denn je: “Aufgrund von Covid-19 finden momentan nicht viele Wettbewerbe statt, aber wenn es mir möglich ist, bin ich dabei.” Außerhalb des beschränkten Sport Kalenders hat Kareehm auch ein oder zwei überraschende Vorteile in Zeiten der Pandemie entdeckt. Begegnungen mit security guards die Höfe und Plätze um Bürokomplexe und Gemeindeblöcke bewachen, sind seltener geworden: Orte voll verlockendem Potenzial für Adrenalin junkies auf zwei Rädern.

Aktuell ansässig in Arnhem, einer historischen Stadt im Osten der Niederlande, reist Kareehm zwischen den wichtigsten niederländischen Städten umher (Amsterdam, Rotterdam, Den Haag, Utrecht usw.) um neue Tricks und Filmmaterial zu entwickeln. Wahrscheinlich könnte man Kareehm ein wenig als Perfektionisten beschreiben: unermüdliches Training um einen Trick zu beherrschen sind Teil seiner alltäglichen Routine. Abgeschirmt von der Außenwelt mit Kopfhörern hat Kareehm eine Tendenz jegliches Gefühl für Zeit zu verlieren wenn er stundenlang in seinem meditativen Prozess vertieft ist. Ein Phänomen das er das “complete zone-out” nennt.

Selbst wenn man sagt Kareehm ist kein Perfektionist, ist klar, dass er eine tief verwurzelte Energie, einen unglaublichen Fokus und Entschlossenheit hat: “Mir gefällt es die Grenzen auszutesten, deshalb trainiere ich auch so viel.” grübelt er. “Ich weiß nicht ob das bei jedem so ist, aber meine tägliche Einstellung besteht daraus, was immer ich tue so anzunehmen und zu verarbeiten. Wenn ich beispielsweise schreibe oder male, versuche ich einfach besser zu sein als am Tag davor. Ich habe das Gefühl viele Menschen gehen durchs Leben und haben einfach Spaß dabei, und das ist auch in Ordnung, aber ich mag es einfach mich mit Leuten zu umgeben die vorwärts kommen wollen, verstehst du? Menschen die gerne etwas aufbauen oder erreichen was sie in der Zukunft zeigen können.”

Kareehm führt seine Entschlossenheit auf seine Zweifel zurück, die er überwinden musste, als er sich für diese Karriere entschied. “Ich denke es gibt sehr viel gesellschaftlichen Druck, der junge Leute demotiviert und davon abhält ihren Träumen zu folgen. Ich spreche aus Erfahrung, denn als ich angefangen habe, wurde mir von allen Seiten gesagt, dass ich niemals an den Punkt kommen würde wo ich hin wollte, und dass ich etwas ernsthaftes machen müsste. Aber nachdem ich ein paar meiner geplanten Ziele erreicht hatte, hat sich alles zusammengefügt und ich wusste, alles ist möglich.”

Obwohl sich Kareehm inzwischen als fester Bestandteil der niederländischen BMX community etabliert hat, hat sich seine Leidenschaft für den Sport nicht immer in seinem Umfeld wiedergefunden. Auf der karibischen Insel St. Maarten - auf der Kareehm geboren und aufgewachsen ist - war die Entwicklung seines Talents ein einsamer Traum. “Zuhause war ich der einzige BMXer, weshalb ich meistens alleine trainiert habe. Mit meinen Freunden war ich eher wandern, schwimmen oder schnorcheln, meistens draußen. Wir hatten zwar Fahrräder... Aber Fahrrad fahren wurde nicht ernst genommen!”

Außerhalb der eng geknüpften Szene von Gleichgesinnten, schätzt Kareehm viele weitere Aspekte der Niederlande - eine besondere Erwähnung geht an seine Heimatstadt, in der er zum ersten Mal in 2018 gelebt hat um Fotografie zu studieren. “Arnhem ist meine Stadt… Es ist wirklich mein Lieblings Fleck. Aber allgemein in den Niederlanden zu leben gibt einem das Gefühl von Freiheit, da man so einfach mit dem Zug oder Fahrrad überall hin kommt. Es gibt noch so viel was ich nicht gesehen habe.”

Während das Inselleben mit seinem tropischen Wetter und idyllischen Stränden weiterhin verlockend klingt, hat sich die verhältnismäßig große Weite der Niederlande und seine damit einhergehende Anonymität als befreiend herausgestellt: “ Auf der Insel kannte ich fast jeden, aber hier fühlt es sich an als ob niemand dich kennt. Man fühlt sich freier. Niemand beobachten einen… und niemand petzt deiner Mutter wenn man einen Schabernack treibt.”

Kareehm kann sich eine Welt ohne Fahrrad fahren nicht vorstellen. Letzten Endes ist es zu gleicher Zeit sein Sport, sein Beruf, sein Hobby und sein Hauptverkehrsmittel. In seinen Augen kann eine Fahrt auf dem Zweirad neu beleben und auf Null setzen - egal in welcher Situation man sich befindet. “ Fahrrad fahren ist so gesund wenn man gestresst ist. Man setzt sich einfach drauf, man muss noch nicht mal schnell fahren und kann die Fahrt genießen. Kopfhörer rein, Musik an und der Stress ist weg. Man wird von so vielen anderen Dingen abgelenkt, sodass die Sorgen ganz weit weg sind.”

“Wenn ich herumfahre sorge ich mich nicht um das Ziel oder die Zeit. Ich nehme dann einfach meine Umgebung wahr und beobachte wie gleichmäßig sich der Boden anfühlt. Und natürlich wie schnell ich fahre.”

In der Serie Rider Stories untersuchen wir Perspektiven zum Leben und Arbeiten in Städten und darüber hinaus mit den Augen unserer Fahrer.

Worte von George H. King

GEORGE H. KING ist ein in Amsterdam ansässiger Schriftsteller und Herausgeber mit Schwerpunkt auf Kunst, Kultur und Gesellschaft. Als früherer Chefredakteur des Unseen Magazine hat er unter anderem im Yet Magazine, im Foam Magazine und im British Journal of Photography geschrieben.

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