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Rider Stories

Rider Stories: Kaan – Stadtperspektiven

Die Musik des Pianisten und Komponisten Kaan Bulak überschreitet Grenzen. In seinen Werken, die über geografische und kulturelle Beschränkungen hinausgehen, steht das Klangerlebnis im Mittelpunkt. Kaan fühlt sich frei durch Musik und möchte, dass jeder einen Teil von sich selbst in den Notenlinien sieht.

Jeden Tag steht Kaan früh auf, um zu lesen. Um Punkt 07:30 Uhr beginnt er zu komponieren. Er gibt zu, dass dies wahrscheinlich nicht die typische Morgenroutine eines Berliners ist. Obwohl er aus seinem Clubstudio ausgezogen ist, bleibt die Underground-Szene der Stadt eine Inspirationsquelle für seinen eigenen Sound: „Die Underground-Clubs mit ihren immersiven Soundsystemen sind definitiv die Orte, die mich zu einem besseren Klangverständnis führen."

Kaan wurde in Aachen geboren, verbrachte seine Kindheit in Istanbul und wuchs quasi am Klavier auf. Schon in jungen Jahren war sein Talent offensichtlich. Irgendwann, so erinnert er sich, reizte ihn der elektronische Sound Berlins: „Ich interessierte ich mich sehr für Clubs, ich hing dort herum und spielte da. Dann habe ich den Weg zur komponierten Musik zurückgefunden." Der Facettenreichtum Berlins ermögliche ein vielseitiges Spektrum an Erfahrungen, erklärt Kaan: „Ich kann in den Osten oder Westen gehen und es fühlt sich wie zwei völlig verschiedene Städte an.“ Und in seinen Kompositionen fließen die Klänge der Berliner Clubs und Konzertsäle ineinander.

Beeinflusst sowohl von Istanbul als auch von seiner späteren Wahlheimat Berlin, glaubt Kaan, dass seine Musik immer eine Spur dieser Orte enthalten wird: „Meine kulturellen Wurzeln aus Istanbul haben definitiv die Skalen und die Tonalität meiner Musik geprägt. Aber nach Berlin zu kommen, hat meinen Sound beeinflusst.“ Die Idee, dass Musik auf ein bestimmtes Genre beschränkt sein sollte, lehnt Kaan ab. Genauso ignoriert er die Trennung zwischen akustischen und elektronischen Instrumenten und schafft einzigartige, genreübergreifende Arrangements: „Für mich gibt es keinen wirklichen Unterschied zwischen Klassik oder Techno oder was auch immer. Es gibt nur die Erfahrung von Musik.“ Musik und das Hörerlebnis seien völlig subjektiv, erklärt er: „Ich versuche durch meine Musik keine Botschaft zu projizieren. Es ist viel transzendenter und viel persönlicher für die Leute, die sie hören.“

Und was inspiriert ihn am meisten an Berlin? Der Sinn für Ehrlichkeit. Indem er vom konventionellen Storytelling abweicht, stellt Kaan den Zuhörer und das musikalische Erlebnis in den Mittelpunkt des Stücks. Die reine, abstrakte Qualität seiner Klangkreationen erlaubt es dem Zuhörer, sich in die Musik hineinzuversetzen, was zu einer persönlicheren Verbindung mit dem Arrangement führt. „Ich habe das Gefühl, dass das, was ich aus Berlin mitgenommen habe, eine ehrliche Herangehensweise ist“, erklärt Kaan. Die Berliner „lassen den ganzen Lärm weg. Sie kommen einfach direkt auf den Punkt.“ Was die Hauptstadt aus seiner Sicht interessant macht, ist die rohe, ehrliche Art der Bewohner und der Kultur. „Warum so tun, als wäre man jemand anderes, wenn man einfach zeigen kann, wer man wirklich ist?“

„Was ich aus Berlin mitgenommen habe, ist eine ehrliche Herangehensweise. Die Berliner lassen den ganzen Lärm weg. Sie kommen einfach direkt auf den Punkt.“

Die Landschaft der Stadt prägt die Klangwellen von Kaans Musik. Die Erkundung der Metropole mit dem Fahrrad lädt zum Abenteuer ein und bringt die weniger bekannten geometrischen Formen der City zum Vorschein: die markante Architektur, die Parks und die Topografie, von denen seine Kompositionen inspiriert sind. Eine von Wasser umgebene Insel im üppigen Tiergarten ist Kaans neueste Inspirationsquelle: „Es ist eine schöne, natürliche Form und ich denke, sie ist meine Muse geworden. Ich schaue sie an und dann schreibe ich Stücke.“ Der Zugang zu Wasser in einer Stadt, ist für den Künstler essentiell – vielleicht auch aufgrund seiner prägenden Jahre in Istanbul: „Wasser ist wie Schallwellen geformt. Und das kann ich in meinem Gehirn irgendwie in Klang übersetzen.“

Das Komponieren oder Musik im Allgemeinen, ist Kaans Befreiung. Oder in seinen Worten: „Musik ist der beste Weg, den ich kenne, um frei zu sein.“ Und wo auch immer seine Musik ihn als nächstes hinführt, ein kleines Stück Berlin – sei es die Form des Wassers, das die Insel im Tiergarten umgibt, oder die pulsierenden Klänge der Underground-Clubs – wird für immer Teil seines Sounds sein.

In der Serie Rider Stories erkunden wir Perspektiven auf das Leben und Arbeiten in Städten und darüber hinaus durch die Augen unserer Fahrer.

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