Hmm, wir können nicht finden, was du suchst...

Gib nicht auf! Überprüfe die Schreibweise oder versuche etwas weniger Spezifisches.

Suche
Rider Stories

Rider Stories: Jennifer – Perspektiven auf eine Stadt

Das Einzige, was Jenny bereut, wenn es um Floristik geht? Dass sie das Thema nicht schon früher für sich entdeckt hat. Umgeben von Farben, berauschenden Düften und frühmorgendlichen Marktgesprächen im New Covent Garden ist sie genau in ihrem Element. Zwanzig Jahre Erfahrung brachten ihr detaillierte Ortskenntnisse jeglicher Straßen und Parks der Londoner City. Sie prägen ihre klare Zukunftsvision ihrer Stadt.

“Es ist nicht leicht seinen Träumen nachzugehen und sie zu verwirklichen. Man hat immer ein gewisses Risiko zu scheitern”, sagt Jenny. Für die Floristik nahm sie sich schließlich genug Zeit, sie nicht nur als Hobby auszuüben, sondern ihren Traum zum Beruf zu machen. Jenny beschreibt ihren Weg dorthin als natürlichen Prozess; einen Verlauf, in dem sie ihre Angst zu Scheitern endlich beiseite legen konnte und sich ihrem lebenslangen Traum hingab: “Es war ein Selbstläufer für mich und hat sich einfach über die Zeit so entwickelt. Ich liebe es mit natürlichen Materialien zu arbeiten und mich mit Farben zu umgeben. Wir leben in einer teilweise sehr grauen Stadt. Dass ich jetzt täglich Blumen riechen und Farben erleben kann, gibt mir sehr viel.”

“Auf dem Markt kann man direkt sehen, welche Farbtöne und Nuancen zusammen funktionieren. Online ist das schlichtweg nicht möglich. Man spürt, wie sich die Jahreszeiten verändern, sieht welche unterschiedlichen Blumensorten verkauft werden und wird sich bewusst, wie sehr das die eigene Arbeit bestimmt."

Jenny ist an den meisten Tagen schon ab 3.30 morgens auf dem Blumenmarkt. Dadurch erlebt sie ein ganz anderes Bild von der Stadt, als viele andere Londoner:innen: “Es ist zwar sehr früh, aber es lohnt sich doch immer wieder, gerade für den Sonnenaufgang. Auch der Geruch, wenn ich durch die Tür komme, ist etwas ganz Besonderes. Nicht, dass es sonderlich glamourös wäre. Im Gegenteil, der Job ist sehr anstrengend. Aber der Blumenmarkt ist eine Art eigene Gemeinschaft.” Natürlich ist dort auch nicht alles rosig. Am New Covent Garden Blumenmarkt geht es zu wie auf der Börse. Gute Beziehungen zu Händlern sind das A und O für die beste Ware. “Die Konkurrenz ist groß, vor allem donnerstags”, verrät uns Jenny: “Man muss früh da sein, um die besten Sachen zu bekommen. Beziehungen zu den Leuten dort und den Händlern spielen eine wichtige Rolle – man ist darauf angewiesen, dass sie gute Ware liefern.”

Aber ist es heutzutage denn wirklich nötig, vor Sonnenaufgang aufzuwachen und auf dem Markt um Preise zu feilschen? Das Online-Geschäft ist für Jenny nicht annähernd vergleichbar. “Auf dem Markt kann man direkt sehen, welche Farbtöne und Nuancen zusammen funktionieren. Online ist das schlichtweg nicht möglich. Man spürt, wie sich die Jahreszeiten verändern, sieht welche unterschiedlichen Blumensorten verkauft werden und wird sich bewusst, wie sehr das die eigene Arbeit bestimmt."

Anfangs war es schwierig für Jenny, kein Auto zu haben. Mittlerweile hat sie für sich festgestellt, dass Blumenauslieferungen mit dem Fahrrad nicht nur machbar, sondern sogar befreiend sind. “Die Blumen per Bike zu liefern ist großartig. Man steckt nicht in Staus fest und kann seine Zeit viel effektiver planen. Oft fahre ich durch Parks und Seitenstraßen. Es fühlt sich normal und natürlich an, mit dem Fahrrad auszuliefern. Seit über 20 Jahren fährt Jenny nun mit dem Fahrrad durch Londoner Stadtteile und konnte beobachten, wie sich die Mobilitätsszene drastisch verändert hat. Die Stadt hat eindeutig Nachholbedarf, denn immer mehr Stadtbewohner:innen schwingen sich gerne auf den Sattel, anstatt sich in U-Bahnen zu setzen: "Früher gab es kaum Radfahrer:innen – auf der Straße zu fahren war damals ziemlich gefährlich. Dass es mittlerweile Radwege gibt, ist toll. Mein Verhältnis zu ihnen ist allerdings geschmischt, weil sie sehr eng sind: Dass es mittlerweile so viele Radfahrer:innen gibt, finde ich wunderbar, aber das macht es auch deutlich anstrengender."

Und was ist es, das London für Jenny ausmacht? Dasselbe, wie den perfekten Blumenstrauß: Vielfalt. “Ich finde, dass gerade Unterschiede das Leben interessant machen”, Jenny lächelt “Es wäre ziemlich langweilig, wären wir alle gleich. Genau, wie wenn es nur Rosen gäbe – das Leben wäre lange nicht so spannend, oder?”

In der Serie Rider Stories erkunden wir Perspektiven auf das Leben und die Arbeit in Städten, durch die Augen unserer Rider.

Finde deinen nächsten VanMoof Brand Store, Service Hub oder eine zertifizierte Werkstatt und mache noch heute eine Testfahrt mit dem VanMoof S3 & X3.

Bike kaufen.